//Die Entwicklung von der ersten Tankstelle bis heute

Die Entwicklung von der ersten Tankstelle bis heute

Die Tankstellen weltweit entwickeln sich wie Nordoel stetig weiter. Es gibt kuriose Zapfsäulen wie goldene Zapfsäulen in der Wüste oder Tankstellen in futuristischer Form, welche eher Außerirdische vermuten läßt.

Die Geschichte der Tankstellen begann damit, dass die erste Zapfsäule mit Tankwart ein Apotheker war. Zum damaligen Zeitpunkt kam eine Szene zustande, welche in die Geschichtsbücher drang. Am 5. August 1988 kam eine Frau zu seiner Tankstelle und hat dem gesamten Vorrat an Waschbenzin (Ligroin hieß es früher) aufgekauft. Dies war schon merkwürdig und auffällig alleine. Doch es handelt sich um eine ganz besondere Frau! Es war Bertha Benz, die Frau von Carl Benz. 1985 meldete er sein Patent für sein erstes Automobil mit Verbrennungsmotor an. Doch wie kam es dazu? Dies ist eine ganz besondere Geschichte.

Der Wieslocher Apotheker und Bertha Benz

Die Pferde hatten als Transportmittel die Straßen noch voll im Griff. Carl Benz ging schon langsam die Puste aus und er war näher am Aufgeben als am Weitermachen. Doch wieder war es seine Frau Bertha, welche sein Projekt vorantrieb. Bekanntlich steht hinter jedem erfolgreichen Mann eine noch erfolgreichere Frau.

Bertha Benz nahm sich eines Tages ohne Wissen des Gatten den Wagen und absolvierte ihre erste große Fahrt über die Landstraße. Die Reise ging von Mannheim nach Pforzheim. Die Strecke belief sich auf 106 Kilometer. Sie hielt in Wiesloch an, um so viel wie möglich Waschbenzin mitzunehmen. Wiesloch befindet sich geografisch neben der SAP-Zentrale in Walldorf. Der Tank des lautstarken Prototypes war zu dem sehr klein. Sie war die allererste Fernfahrerin der Geschichte. Die Stunde der Tankstellen war geboren.

Ab den 20er Jahren kam das Tankstellenkonzept ins Rollen

Anfang des neuen Jahrhunderts kam das Autofahren allmählich in die Gänge. Hotels, Apotheken, Drogerien oder Gaststätten boten das damalige Benzin an. Erst in den 20er Jahren kam es zu neuen architektonischen Formen. Vorreiter war Amerika, welche die Gas Station etablierten. Auslöser hierfür war Henry Ford mit dem Ford Model T. Sein Konzept: Zapfsäule, Preistafel, Kassenhäuschen und ein Vordach.

Die Straßen wurden nach der Nachkriegszeit voller. In Europa wuchs der Bedarf an Kraftstoff. Selbst in abgelegenen Gegenden wie in den Alpenregionen konnte Benzin gekauft werden. Das Netz der Tankstellen breitete sich aus. Heute kaum vorstellbar, an jeder Ecke gibt es Benzin und Diesel. Damals musste in abgelegenen Gegenden eine längere Strecke in Kauf genommen werden.

In vielen Ländern findet man architektonische Glanzleistungen vor und auf anderen Teilen der Welt wird improvisiert mit Verkaufshütten wie in Sibirien und Asien. Benzin und Diesel wird hier aus Sparmaßnahmen noch in ausgedienten Wasserflaschen zum Verkauf angeboten.

Tankstellen sind wie die Nordoel heute viel mehr und individuell. Sie sind nicht nur fürs Tanken zuständig, sie versorgen teils rund um die Uhr und sind eine Begegnungsstätte. Der US-Fersehmoderator Jay Leno brachte es auf den Punkt: “Jeder muss irgendwann tanken. Eine Tankstelle ist ein demokratischer Ort, genau wie jeder seine Steuererklärung zu machen hat und sich irgendwann von dem Planeten verabschieden muss.”

Die Tankstellen gehören zu unserem Leben und sie verändern sich, wie alles stets im Wandel sich befindet.

2019-05-07T08:41:34+02:007.Mai 2019|