//Man glaubt es kaum!

Man glaubt es kaum!

Aktuelle Statistiken haben gezeigt, dass der durchschnittliche Autofahrer sage

und schreibe 5 Prozent seiner Lebenszeit damit verbringt, übers Tanken an der Tankstelle

nachzudenken! Dabei kreisen seine Gedanken nicht etwa darum, den besten Treibstoff für sein

Fahrzeug bzw. die kundenfreundlichste Tankstelle zu finden, sondern vielmehr um die sich dauernd

ändernden Preise. Denn die finanziellen Aufwendungen beim Tanken sind – je nach Tankstelle und je

nach Region – teils völlig unterschiedlich. Deshalb ist man als Fahrzeugbesitzer in steter

Regelmäßigkeit dazu angehalten, entsprechend zu reagieren. Niemand hat schließlich Geld zu

verschenken. Ein weiteres, höchst denkwürdiges Thema ist das Diesel-Fahrverbot. Aktuell tut sich

diesbezüglich auf politischer Ebene eine ganze Menge und das Bundesimmisionsschutzgesetz ist dabei

ebenfalls in aller Munde.

 

Das Problem mit dem Diesel

 

Vor geraumer Zeit war man sich einig, dass vor allem ältere Diesel-Fahrzeuge über kurz oder lang

gänzlich aus dem Verkehr gezogen werden sollen. Mittlerweile gelten Überschreitungen des

Grenzwertes mit Blick auf die gesundheitsschädigenden Stickoxide offiziell als nicht mehr

verhältnismäßig: Der aktuelle Grenzwert beträgt 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid je Kubikmeter

Luft. Wenn also, zumindest nach aktuellem Stand, innerhalb von Innenstädten die Höchstwerte rund

50 Mikrogramm betragen, so will man nicht länger an einem Fahrverbot festhalten. Unternimmt man an

dieser Stelle einmal einen Abstecher in die Schifffahrtindustrie, so stellt sich so mancher

Autofahrer – zu Recht – die Frage: Warum ist, wenn es um das geplante Diesel-Fahrverbot geht, nicht

auch von einem Fahrverbot für Kreuzfahrtschiffe und Co. die Rede? Die Antwort liegt auf der Hand:

Der Einfluss der Wirtschaft auf die Politik ist hier der entscheidende Faktor. Zu viel Geld ist in

dieser Branche im Spiel, und so kann man davon ausgehen, dass selbst in 100 Jahren nicht ein

einziger Gedanke an ein Fahrverbot für Diesel betriebene Schiffe in Kraft treten wird. So muss –

wieder einmal – der “kleine Mann” herhalten und die Zeche zahlen…

 

Was hat der Diesel von der Tankstelle mit einer Kerze zu tun?

 

Aktuell macht eine wissenschaftliche Untersuchung in den Medien die Runde, welche von einem

renommierten Forscher durchgeführt wurde. Diese stellt die “Abgase” einer Kerze in einem Raum in

Relation zum Dieselausstoß eines normalen Fahrzeugs. Die Abgase, die von einem Diesel-Fahrzeug

ausgestoßen werden, sind demnach im Vergleich nicht schädlicher, als die “Abgase” der brennenden

Kerze. Eine Feststellung, über die vor allem die Damen und Herren Politiker und Wirtschaftsbosse

einmal gründlich nachdenken sollten. Ebenfalls zu berücksichtigen ist hierbei, dass nicht nur die

Schifffahrtindustrie eine starke Lobby hat, sondern ebenso die Autoindustrie. Bleibt abzuwarten, wie

sich die Sache mit dem Diesel in Kürze entwickeln bzw. wer das Rennen machen wird: der “kleine”

Autofahrer an der Tankstelle oder die “großen” Industrie- und Wirtschaftsbosse…

2018-12-05T08:06:18+02:005.Dezember 2018|